Nachwuchsarbeit trägt Früchte – starke Hinrunde für Besigheims Tischtennisjugend

Mit dem Saisonstart nach dem Winzerfest und dem Abschluss kurz vor den Weihnachtsferien liegt eine intensive und äußerst erfolgreiche Vorrunde hinter der Jugend der Spvgg Besigheim. In vielen Bereichen zeigte sich, dass die konsequente Nachwuchsarbeit der vergangenen Jahre zunehmend Früchte trägt – sportlich wie strukturell.

Junge Teams mit großer Reife

Auffällig war in dieser Vorrunde vor allem eines: Trotz eines extrem niedrigen Altersdurchschnitts treten viele unserer Mannschaften bereits erstaunlich stabil und selbstbewusst auf. Besonders deutlich wurde das bei den Jungen U19.

Die U19 I spielt eine starke Vorrunde in der Kreisliga Nordost und überwintert mit 8:2 Punkten auf Rang zwei. Der Aufstieg in die Bezirksklasse bleibt damit ein realistisches Ziel. Entscheidenden Anteil hatte der wichtige 6:4-Erfolg gegen die TSG Steinheim, mit dem ein direkter Konkurrent auf Abstand gehalten werden konnte. An der Spitze der Liga steht zwar weiterhin Erdmannhausen außer Reichweite, doch dahinter hat sich ein klares Spitzenduo gebildet – mit Besigheim mittendrin. Umso bemerkenswerter: Der Altersdurchschnitt der Mannschaft liegt weiterhin bei gerade einmal elf Jahren.

Ein echtes Ausrufezeichen setzte dabei Maximilian Grimm, der ursprünglich nur punktuell eingeplant war, sich aber schnell als feste Größe etablierte und in der Vorrunde kein Einzel verlor. Gemeinsam mit Marijan Taras, der mit einer 7:3-Bilanz ebenfalls eine starke Vorrunde spielte, wird er in der Rückrunde deshalb die Verantwortung im vorderen Paarkreuz übernehmen.

Breite als große Stärke

Dass diese Leistungen keine Einzelerscheinung sind, zeigt der Blick auf die U19 II. Auch sie bleibt in der Kreisliga B ungeschlagen und führt die Tabelle mit 16:0 Punkten souverän an. Acht Siege aus acht Spielen unterstreichen die Dominanz dieser sehr jungen Mannschaft, die ebenfalls überwiegend aus Elfjährigen besteht.

Neben Maximilian Grimm überzeugte hier besonders Bastian Joos, der mit einer 9:1-Bilanz eine tragende Rolle einnahm und zugleich bereits wichtige Einsätze in der ersten Mannschaft absolvierte. Die Durchlässigkeit zwischen den Teams zahlt sich sichtbar aus.

Die U19 III komplettiert das Bild in der Kreisliga B. Auch wenn hier keine Aufstiegsambitionen im Vordergrund stehen, zeigt die Mannschaft eine solide Vorrunde im Tabellenmittelfeld. Hervorzuheben ist Brian Silies, der auf Position drei nur drei von 14 Einzeln verlor und damit ein verlässlicher Punktesammler war. Gerade solche Teams sind ein wichtiger Bestandteil des Gesamtkonzepts: Spielpraxis sammeln, Verantwortung übernehmen und Schritt für Schritt wachsen.

Mädchenbereich setzt Ausrufezeichen

Besonders erfreulich entwickelt sich weiterhin der Mädchenbereich der Spvgg. Die Mädchen U19 behaupten sich als Aufsteigerinnen in der Landesliga und haben in der Vorrunde bereits wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt gesammelt. Siege gegen Plüderhausen und Weinsberg sorgen für eine solide Ausgangsposition zur Rückrunde.

Im vorderen Paarkreuz überzeugten Aruna Kraft und Klara Kunz, die jeweils mit einer 9:3-Bilanz für Aufsehen sorgten. Als Liga-Debütantinnen ist das eine starke Leistung – zumal das Team bislang ohne Ersatzspielerinnen auskommen musste. In der Rückrunde sollen Michelle Kopp und Helen Tröster aus der Mädchen U13 behutsam integriert werden.

Die Mädchen U13 hatten in dieser Vorrunde aufgrund der geringen Ligastärke im Bezirk nur wenige Spiele. Hier steht klar die Spielpraxis im Vordergrund, nicht das Ergebnis – ein Ansatz, der langfristig trägt.

Frühe Erfahrungen, große Perspektiven

Auch bei den Jungen U13 geht es in dieser Saison weniger um Tabellenplätze als um Entwicklung. Zwar steht aktuell nur ein Sieg zu Buche, doch der Blick richtet sich bewusst nach vorne. Besonders bemerkenswert: Mit Fritz Wolf gab der jüngste Spieler der Vereinsgeschichte sein mit nur fünf Jahren sein Debüt. Der inzwischen Sechsjährige gewann bei seinem ersten Einsatz direkt ein Einzel und mischt die Liga mittlerweile mit einer 3:9-Bilanz auf – ein außergewöhnlicher Einstieg.

Zur Rückrunde wird die Mannschaft durch weitere Nachmeldungen verstärkt, um möglichst vielen Kindern frühzeitig Wettkampferfahrung zu ermöglichen und Perspektiven für den späteren Übergang in die U19 zu schaffen.

Individuelle Highlights und Blick nach oben

Auch im Einzelbereich gab es Grund zur Freude: Merle Kunz qualifizierte sich im November über ein starkes Turnier in Ellhofen für die Baden-Württembergischen Einzelmeisterschaften im Januar. Die Zehnjährige misst sich dort mit den besten Spielerinnen ihres Jahrgangs und entwickelt sich zunehmend zu einer wichtigen Säule im Mädchenbereich.

Parallel zeigt sich, dass der Übergang in den aktiven Bereich funktioniert: Klara Kunz und Aruna Kraft sammelten bereits Einsätze in der vierten Herrenmannschaft und überzeugten dort mit starken Bilanzen (Klara 3:0, Aruna 4:1). Weitere Spieler aus der Jungen 19 I sollen gezielt aufgebaut werden, um perspektivisch in der Saison 2026/27 ebenfalls den Schritt zu den Aktiven gehen zu können.

Fazit und Ausblick

Die Vorrunde zeigt eindrucksvoll, dass das besigheimer Jugendkonzept aufgeht: viele Mannschaften, viel Spielpraxis, flexible Einsätze – und eine Entwicklung, die sowohl in der Breite als auch in der Spitze überzeugt. Die Rückrunde verspricht spannende Aufgaben: Aufstiegskämpfe bei den Jungen, der Klassenerhalt bei den Mädchen und wichtige Einzelturniere im Hinblick auf Ranglisten und Qualifikationen.

Die Richtung stimmt – und das Abenteuer Jugendtischtennis in Besigheim geht mit viel Vorfreude weiter.