An der schönen blauen Donau

Spätestens bei der ersten Begegnung mit der Donau in Mühlheim bei Tuttlingen wird die Liedzeile von Johann Strauss widerlegt. Die Donau ist hier nicht blau, eher bräunlich. Das stellten wir 21 Wanderer von der Sportvereinigung Besigheim sehr schnell fest, als wir am sonnigen Mittwochmorgen, dem 14. Juni, nach einer fast zweistündigen Autofahrt unser Ziel, die Galluskirche in Mühlheim an der Donau, erreichten.

Hier am Ausgangspunkt der ersten Wanderung wartete auch schon Roland Adam, der mit seinem Wohnmobil bereits eine Nacht am Tor des Donautals verbracht hatte. Doch bevor wir angeführt von Routenplaner Günter Schneider unsere Rundtour am Donauberglandweg starteten, musste natürlich noch der von Uschi Thiele selbst gebackene Rosinenhefezopf verkostet werden. Und damit es nicht zu trocken wurde, spendierte Reiseleiter Reiner Schweiker einen Besigheimer Prosecco zum Anstoßen und Nachspülen.

Vom Parkplatz aus folgten wir, begleitet vom sibirischen Huskymischling Schnuffi mit Herrchen Martin Schetter, alsbald der Beschilderung des Donauberglandweges Richtung Kolbinger Höhle. Auf einem schmalen Pfad bergauf erreichten wir die Mühlheimer Felsenhöhle und nach einem kleinen Abstecher den Aussichtspunkt "Gelber Fels", mit fantastischer Aussicht auf die Schleifen und Altarme der Donau. Gerastet wurde vor der Felsenhütte zur Kolbinger Höhle. Hier wurden die mitgebrachten Leckereien verzehrt und gestärkt machten wir uns an den serpentinenartigen Abstieg. Schnuffi stillte seinen Durst am Wegesrand am Heilig Brünnele, während wir nach einigen Kilometern entlang der Donau an unserem Ausgangspunkt von Roland eisgekühlte Getränke spendiert bekamen. Gegen 16 Uhr bezogen wir dann unsere Unterkünfte in Mühlheim im Gästehaus Theresia und im Gasthaus Krone.

An Fronleichnam trafen sich alle zur etwa 13 Kilometer langen Donauwellen-Tour rund um die Benediktiner-Erzabtei St. Martin zu Beuron. Für Freitag stand der Hohenzollernweg von Thiergarten nach Beuron auf dem Plan (knapp 19 Kilometer). Bergauf, am Schotterwerk Schotterteufel vorbei, quälten wir uns nach oben, bis uns der Blick auf die Burgruine Falkenstein für all die schweißtreibenden Mühen entlohnte.

Die Knopfmacherfelsen-Tour hatte unser Guide Günter für den Samstag ausgesucht und am Sonntag haben wir uns die Route Donauversinkung vorgenommen. Nach rund zehn Kilometern traten wir am frühen Nachmittag den Heimweg nach Besigheim an. Glücklich, aber erschöpft, und auch wenn die Donau nicht blau ist, so ist sie doch allemal mit ihrer Umgebung ein landschaftlicher Augenschmaus, und zwar nicht nur für Wanderer, sondern auch für die zahlreichen Radler, die uns begegneten.